Aus dem aufregenden Leben einer Verlegerin. Teil … keine Ahnung … 25?

Am Mittwoch war ich unterwegs. Frühmorgens machte ich mich mit dem Zug auf den Weg in Richtung Bielefeld, das es bekanntermaßen ja doch gibt. Die Bahn funktionierte gut, der Umstieg in Hannover klappte und der in Bielefeld auch. Es ging nämlich noch weiter Richtung Osnabrück. In Steinhagen stieg ich dann aber doch aus, denn hier endete meine Fahrkarte. Mein Ziel war unsere Verlagsauslieferung Runge.

Erste Erkenntnis des Tages: Ich muss nicht erst nach Berlin fahren, um mich zu verlaufen. Steinhagen langt. Ich bin einmal um das Gebäude rum, bis ich den „Haupteingang“ fand. Ich dachte ja, dass sich die Kolleg:innen von den IndieKids, mit denen ich mich treffen wollte, dort pünktlich um 10:30 Uhr einfinden würden und ich den Eingang am Menschenauflauf erkenne. Naja, die hatten schon diverse Kekse Vorsprung, als ich endlich im Konferenzraum anlangte. (Nachdem mich eine Mitarbeiterin eingefangen hatte, bevor ich noch eine Runde drehte.)

Und nicht nur Kekse gab es bei Runge: Unsere Auslieferer lieferten auch Kaffee, Kuchen, Bionade, Wasser, Brötchen usw. Satt im Bauch wurden wir also. Aber auch satt im Kopf: Wir bekamen eine Menge Infos über die Auslieferung einschließlich einer Betriebsbesichtigung, wo wir sehen konnten, dass es unseren Büchern gut geht. Damit sie auch mal was anderes sehen als ihre angestammte Lagerplätze, durften wir einige von ihnen aus den Regalen holen und in eine Wanne legen, die vergnügt auf einer Rollbahn fuhr und nur stoppte, um weitere Lektüre aufzunehmen. Bis der Pickzettel abgearbeitet war. Die Bücher wurden in Pakete gepackt und wanderten in den Warenausgang. Besonders sehenswert fand ich übrigens ein Regal, auf dem meine Füxin prangte. (Slide 2) Es wurde vehement verneint, dass sie nur wegen unseres Besuches dort klebte. Nachdem uns das düstere automatische Hochregallager mit leichten Grusel erfüllt hatte, begaben wir uns zurück in den lichten Konferenzraum und stürzten uns auf die Tagesordnung. Entwickelten Ideen, planten Aktionen und waren am Ende des Tages erfüllt mit Gutem. Bei Gelegenheit verrate ich euch mehr.