von Zeitfenstern und kleinen Großen

Hier im Mama-Alarmblog gab es ja nun schon lange keinen neuen Eintrag mehr. Nun, dies heißt natürlich nicht, dass bei uns zuhause nicht ab und zu mal Mama-Alarm herrschte/ herrscht… aber wenn Ihr auch Mamas seid – wisst Ihr ja, wie das so ist, mit der Zeit… sie saust immer so mindestens: eine- 2 Stunden/-Tage/-Monatslänge voraus.  –  Nicht, dass wir die Zeit aus dem Blick verlieren, – nein! Dafür sind wir viel zu gewissenhaft, wir folgen ihr einfach unauffällig weiter… und weiter… und weiter…  Manchmal, wenn wir ihr mit einem Affenzahn hinterher gepest sind, rückt sie sogar scheinbar in die Nähe, aber spätestens… allerspätestens > wenn wir sie mal eben zwischen die Terminkalenderseiten quetschen wollen… schwupps… weg ist sie wieder.  😛

Genau deswegen >> liegt eben auch bei mir; zwischen dem Vornehmen einen Blogeintrag zu schreiben und dem Tun manchmal eine kleine Zeiteinheit… oder zwei, drei….   😛

Mein „Kleiner“ hat nun seine erste Null, er ist am Sonntag 10 Jahre alt geworden. (wie??…  wann??…  – Nanu!!!… da müssen mir wohl doch ein paar Zeiteinheiten weggesaust sein)  Ich weiß es noch wie gestern; als er zum ersten Mal auf  meiner Brust lag und mich mit einer Mischung aus Skepsis, Neugier und bedingungslosen Vertrauen angeschaut hat…. *seufz*  – Ich muss lächeln, wie immer wenn ich daran denke. Dieser wundervolle *Herzseelenmoment* hat sich für immer in mein Gedächtnis gebrannt und wenn ich mir aussuchen dürfte; woran ich irgendwann in meinen allerletzten Sekunden (in gaaaaaaaaaaaaaanz, ganz langer Zeit… denn ich habe schließlich noch eine Menge vor!!) denken darf, dann hoffe ich > es wird genau dieser Moment sein.  🙂

Man sollte annehmen der „Geburtstagsnuller“ freut sich, doch weit gefehlt … der macht sich nämlich Sorgen, dass er in absehbarer Zeit nicht mehr so viel spielen kann, oder > dass das ein oder andere Lieblingsspiel/zeug demnächst vielleicht peinlich und „uncool“ werden könnte…. „Mama, eigentlich wäre ich ja gerne 8 geblieben, nun bin ich aber schon 10… hmmm na gut…. dann wünsche ich eben, ich bleibe 10….“ – Das meint der ernst…. und das obwohl er den Status des „Kleinen“ hier im Haus ja gar nicht hat abgeben müssen.  – Außer vielleicht; dass die ein oder andere „unzumutbare Aufgabe“, wie beim Tischabräumen helfen, oder mal Getränke aus der Garage holen und Ähnliches nun durchaus erwartet wird… (schweres Schicksal) und natürlich ist er längst dahintergekommen, dass diese Aufgaben mit dem zunehmendem Alter quasi mitwachsen. (doof aber auch! 😛 )
Die meisten seiner Freunde/innen sind längst große Brüder oder Schwestern, die sind ja schon seit Geburt des Geschwisterchens (Altersunabhängig) „groß“ und es wird selbstverständlich von ihnen erwartet, dass sich auch so benommen wird… – in diesem Zusammenhang hat sicher das Wort „großartig“  seinen Ursprung gefunden >> so von wegen: du bist doch nun schon so „groß“, nun sei mal schön „artig“ …  😉

Ich war damals ganz anders als mein „Kleiner“, denn ich hatte das *Großwerden* im Gegensatz zu ihm, regelrecht herbeigesehnt… Doch dies lag sicher daran; dass ich Erstens: zwei große Brüder hatte, die anstelle eines heute gebräuchlichen Punchingballs … ähm … nun ja … *mich* hatten 😛  und Zweitens: ich die letzte von dreien war und somit immer, offiziell und egal wie „erwachsen“ ich irgendetwas tat > die „Kleine“ blieb … 😛
Mein Kleiner kann sich also aussuchen ob er mal der Kleine ist (oooooch) oder sich grad schon wie ein Großer fühlen mag….
Wie auch immer… ich schätze mein Klein-… äh Groß-… äh Sohn… weiß halt einfach dass er es verdammt gut hat! Und so soll es ja schließlich auch sein!!!  🙂

Hier kommt noch ein jedes Jahr aufs Neue aktuelles Gedicht, was ich für ihn zum 8.Geburtstag geschrieben habe:

Für meinen „Kleinen“ zum Geburtstag:

Ohne mich, würde es dich nicht geben,

ohne dich, hätte ich ein anderes Leben.

Es wäre anders, doch besser sicher nicht,

denn du bist bei Nebel mein Sonnenlicht.

Mein kleiner Stern, vom Horizont,

der bei mir hier, auf der Erde wohnt.

Manchmal haben wir auch Streit,

doch später tut´s uns beiden leid.

Dann haben wir uns schnell wieder lieb,

du frecher, kleiner Herzensdieb!

Nun, sagst du sicher: „Bin ja gar nicht mehr klein!“

Na gut, das stimmt… so soll es sein!

…Obwohl, denk ich mir, -in aller Stille;

so durch die Mamawunderbrille… (fest eingebaut)

Wirst ja doch, – und dies kann ich ruhig schreiben,

für immer und ewig mein „Kleiner“ bleiben!

Nun wünsche ich Euch nur schöne, oder lustige Mama-Alarme und ganz viele Herzseelenmomente mit Euren Kindern! Bis bald!

Eure Tina Birgitta Lauffer

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