Gestern habe ich euch mit Blick auf das Verlagshaus ja einfach auf der Straße stehenlassen. Brav gewartet? Oder schon wieder da? Prima! Jetzt kommt mal näher ran – vorsichtig die Straße überqueren! – Achtung! Auto! Bis vor ein paar Jahren hätte man das noch rumpelnd herankommen hören, doch inzwischen  wurde das Kopfsteinpflaster entfernt und die Straße saniert. Also aufgemerkt!

Bevor wir uns in Innere schleichen, werfen wir noch einen Blick auf die Haustür. Naja, auf die Ex-Haustür – jetzt wird sie als Schaufenster verwendet. Mit wechselnden Buchausstellungen. Hin und wieder bleibt ja doch mal jemand stehen und betrachtet sich unseren Bücherschatz.

Am Ende der Einfahrt seht ihr eine große Halle. Die hat auch mit der Geschichte des Hauses zu tun, allerdings nicht mehr mit den Lüllekenbrüdern. Im 20. Jahrhundert residierte hier ein Omnibusbetrieb. Älteren Hildesheimer ist die Firma Knösel noch wohlbekannt. Und die Halle diente als Omibusgarage. Zusätzlich standen noch zwei Busse in der Einfahrt. Die waren eben noch schlank, damals. Für Busse brauchen wir die Halle nicht mehr, deshalb haben wir unser Bücherlager dort untergebracht. (Endlich mal was, was nach Verlag riecht! :-D)

Hier,  in der Halle, findet ihr noch sämtliche Bücher, die bei uns erschienen sind. Das erste Titel ist eher ein Heft denn ein Buch, Nicolaus Strube hat einige Meditationen zu den Bildern eines mittelalterlichen Bildern geschrieben. Ein Weg zu  mystischen  Quellen lautet der Titel. Dieser erste Titel gehört zur Gründungslegende Verlages: Ich hatte damals, 2006, schon länger mit dem Gedanken gespielt, einen eigene Verlag zu initiieren. Seit 1992 hatte ich in und für Zeitungs- und Buchverlage gearbeitet in meinem Medienbüro, auch private Kunden beauftragten mich, Broschüre oder ähnliches zu erstellen. und so manches Mal dachte ich, dass der Inhalt es wert wäre, einem größerem Publikum bekannt zu werden. „Kleinigkeiten“ wollte ich machen … Und dann habe ich Nicolaus Strube einen Antrag gemacht – ob er nicht mein  erster Autor werden wolle. Und? Er hat JA gesagt! :-D

Am 9.November 2006 gab es also einen neuen Verlag in Hildesheim.

So, und nun gehen wir endlich ins Haus hinein. Darf ich vorstellen: Hier ist nicht nur der Verlag Monika Fuchs zuhause, sondern gleich die ganze Familie. Das Keramik-Türschild hat uns unsere Trauzeugin zur Hochzeit geschenkt, neun Jahre später passte das Bild dann.

Und noch ein Fuchs: Das Türgitter passt natürlich erstklassig zu einem Medienbetrieb, der Lesbares herstellt. Allerdings ist es geerbt – der Vater meines Mannes hatte einen Lesezirkel in Göppingen, seine Kundschaft nannte ihn auch den „Blättles-Fuchs“. So fügt sich wieder mal eins zum andern.

Und jetzt: hereinspaziert! Wir werden von einer Galerie Märchenfiguren begrüßt und gleich im Entrée finden sich schon die ersten Hinweise auf unsere Bücher. Ein Schnäppchen-Korb mit Mängelexemplaren und die Drehsäule mit Prospekten und Postkarten.

Und links davon seht ihr die Rückseite unseres improvisierten Schaufenster. (Improvisiert wird hier vieles …)

Gerne würde ich euch zeigen, was hinter dieser ersten Tür ist – aber wir haben gerade Gäste. Früher waren hier die Verlagsräume, ich muss mal kramen, ich finde bestimmt noch ein paar Bilder.  Vor etwa drei Jahren aber bin ich unters Dach gezogen und hier unten haben wir unser kleines, gemütliches Bed & Breakfast eingerichtet. Und wie heißt es? Na? genau! „Lülleken“ natürlich. In Erinnerung an die ersten Bewohner dieses Grundstücks. (Ersten Tag verpasst? Hier schnell nachlesen!) Wer also mal einen Aufenthalt in Hildesheim plant, kann uns gerne wegen Übernachtungsmöglichkeiten anfragen. Bilder und Infos gibt es auf der passenden Website: www.luelleken.de

Und morgen steigen wir dann auf dieser Treppe bis in den 2. Stock empor. Sammelt schon mal eure Kräfte! Dann geht es richtig los mit dem „Blick hinter die Verlagskulissen!“

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