Tanjas Blog | „Tag des Sonnenschutzes“

Guten Morgen, ihr Lieben,
 
ist es bei euch auch so warm? Wir waren gestern den ganzen Tag in unserem Mini-Pool. Und wie es sich gehört, haben wir die Kinder eingecremt, Mützen auf und sogar UV-Anzüge angezogen. Und Mama und Papa haben den dicken Sonnenbrand.
 
Während ich also im internet nach Hausmitteln dagegen suche, habe ich gelesen, dass heute der „Tag des Sonnenschutzes“ ist – wie passend! Und mal ehrlich: Eigentlich müsste man es doch auch besser wissen, oder? Und weil ich es persönlich einfach sehr passend finde, stelle ich euch heute unser Buch „Im Schatten des Mondes“ vor – eine der Hauptpersonen darin, Leo, hat ein sehr spezielles Verhältnis zur Sonne und zum Sonnenschutz:
 
Wir erfahren viel über Ina (15), die ihre Mutter verlor und sie auf dem Mond wieder treffen möchte, und Leo (15), der an der Mondschein-Krankheit leidet und die Sonne liebt, die ihm aber nur schadet. Ihre UV-Strahlen schädigen seine Haut irreparabel, deshalb hat er schon viele Operationen über sich ergehen lassen müssen. So kann er nur nachts ohne seinen Schutzanzug ins Freie gehen, in der Wohnung und in der Schule müssen alle Fenster abgeklebt werden, damit keine UV-Strahlen durchscheinen können. Leo selbst muss tagsüber, wenn er im Freien ist, einen Schutzanzug tragen.
Leo kommt neu in Inas Klasse. Während er von einigen Mitschülern wegen seiner vernarbten Haut verspottet wird, ist Ina fasziniert von Leo und stellt sich schützend vor ihn. Ina ist in einer Situation, die sie mit Leon teilt: ein Leben außerhalb der Norm. Beide haben ein riesiges Paket zu tragen. Meistern dies, unterstützt durch ihre Eltern, bisher ganz gut. Doch dann werden sie langsam erwachsen und treffen eigene Entscheidungen.
 
Ihr wollt mehr über Ina und Leo erfahren? Dann einfach den Link folgen:
Viel Spaß beim Lesen wünscht euch
eure Tanja

Tanjas Blog | Interview mit Autorin Miriam Rademacher

Liebe Frau Rademacher,

ich freue mich, dass Sie dieses Interview mit mir machen. Dann lege ich mal gleich mit der ersten Frage los:

Wann haben sie mit dem Schreiben angefangen?

Da war ich noch klein. Meine ersten Geschichten habe ich gemalt, weil ich gar nicht schreiben konnte. Das Veröffentlichen eines Buches stand immer auf der To-do-Liste meines Lebens. Es hat zwar fast 40 Jahre gedauert, aber dafür sind es jetzt auch schon 13 veröffentlichte Bücher und es sollen noch viele folgen.

Was bedeutet es für Sie, zu schreiben?

Ich bin voll und ganz Herr der Lage, in meinen Geschichten passieren keine Katastrophen, die ich nicht zulasse. Im Vergleich zur Wirklichkeit ist das „Abenteuer Schreiben“ eine ziemlich sichere Sache. Außerdem genieße ich es, mir Geschichten auszudenken. Wenn ich selbst über den Inhalt lachen und weinen kann, dann fühlt es sich gut und richtig an, was ich tue.

Wie lange schreiben Sie an einem Buch?

Als reine Schreibzeit plane ich drei Monate ein. Danach lege ich das Manuskript für eine Weile weg, um Abstand zu gewinnen. Dann folgt eine finale Bearbeitung meinerseits und das Abschicken an den Verlag. Von hier an habe ich keinen großen Einfluss mehr auf den Zeitplan und es dauert, so lange es eben dauert.

Gibt es einen Ort oder eine Uhrzeit, an dem oder zu der Sie besonders gut schreiben können?

Nein. Ich schreibe morgens, mittags, abends oder nachts, so wie es eben gerade passt. Das Schreiben passt sich meinem Leben an und nicht umgekehrt.

Brauchen Sie dabei etwas Bestimmtes oder eine besondere Umgebung?

Auch nicht. Den Laptop kann man überall aufklappen und dann geht es los. Im Garten oder auf dem Balkon gefällt es mir im Sommer ganz gut. Ich kann aber auch am Küchentisch, auf dem Fußboden oder im Bett schreiben.

Wie ist die Geschichte rund um Talisman entstanden?

Als ich mich auf einen Schwatz mit Monika Fuchs traf, erzählte sie mir, dass sie gerne ein Pferd in ihrem Verlag haben würde, weil Pferdebücher eben beliebt seien. Ich fing sofort an, darüber nachzudenken, wie das Pferd und seine Geschichte aussehen könnten. Reiterabenteuer gibt es schon viele, es mussten neue Anreize her. Nach und nach entstand dann die Idee des Mutmachhofes im Emsland und die Jagd nach den Blauen Rätseln. Der Name Talisman stand quasi sofort fest. Wie hätte Talisman auch anders heißen können?

Gab es einen Anlass, der Sie inspiriert hat, über das Thema Ängste zu schreiben?

Lange vor Talisman habe ich mich für Angst und ihr Umkippen in eine krankhafte Form interessiert. Dabei lernte ich, dass das Vermeiden der Angstsituationen grundfalsch ist und Ängste schlimmer werden, wenn man sich ihnen nicht stellt und die eigene Einstellung zur Angst ändert. Das verwirrte mich. Wie ändert man seine Einstellung, wenn das Herz rast, die Zähne klappern und man einfach nur weglaufen will? Darüber habe ich viel nachgedacht. Talisman hat mir verraten, wie es geht. In der Talisman-Reihe nehme ich Ängste und Phobien ernst, doch ich mache aus ihnen ein Abenteuer, das sogar Spaß macht. So wird aus einem Problem eine Herausforderung, die sich gut anfühlt, wenn man sie bewältigt hat.

Die Geschichten spielen ja in dem schönen Emsland – gibt es dort einen Bauernhof, der Sie inspiriert hat?

Die gedankliche Vorlage für den Jansenhof ist eine Mischung aus vielen Höfen im Emsland. Einige meiner Schulkameraden kamen von Bauernhöfen, kleinen wie großen. Die Erinnerung an diese Höfe half mir bei dem Entwurf des Jansenhofes.

Wissen Sie schon, wie viele Bände es geben wird von Talisman?

Derzeit habe ich fünf Abenteuer für Talisman und seine zweibeinigen Freunde erdacht, das dritte wird noch in diesem Jahr erscheinen. Fünf ist eine gute Zahl für eine Reihe, also könnte Talismans fünftes Rätsel das Finale sein. Aber ganz sicher bin ich mir da noch nicht, vielleicht wird es auch noch ein sechstes geben.

Können Sie sich mit einem ihrer Hauptfiguren identifizieren?

Cordula ist mir sehr ähnlich, aber eigentlich wäre ich lieber wie Katla. Ein bisschen von mir steckt allerdings in jeder Figur.

Wenn sie den oder die zum Essen einladen würden: Was würden Sie für ihn/sie kochen?

Tja, ich denke, dass ich Cordula noch einen Erdbeerkuchen schulde, weil der ja im zweiten Band von Talisman gefressen wurde.

Verraten Sie uns etwas von dem, was im dritten Band geschieht?

Im dritten Band führt Talismans Weg in die Wüstung Wahn, einem Dorf das geräumt und zerstört wurde. In dem heutigen Schießgebiet, zwischen Grundmauern, vergessenen Kellern, Panzerwracks und einem alten Friedhof gehen Talisman und seine Freunde auf die Suche nach  dem nächsten Rätsel.

Na, das klingt doch spannend – wann soll das Buch genau erscheinen?

Es ist für das Herbstprogramm 2018 geplant. Wenn alles gut geht und wir den Zeitplan einhalten können, wird es wohl im September/Oktober erscheinen.

Liebe Frau Rademacher, herzlichen Dank für Ihre Zeit. Und wenn ihr jetzt in den Talisman-Büchern etwas blättern wollt, findet ihr hier die bisher erschienenen Bücher mit Leseproben auf der Seiten.

Tanjas Blog | Buchvorstellung: Talisman und die blauen Rätsel

Ihr Lieben,

heute möchte ich euch ein Buch aus unserer Backlist vorstellen, welches mir sehr am Herzen liegt. Zum einen, weil mich die Geschichte sehr mit dem Verlag verbindet – ich durfte sie nämlich probelesen. Und zum andern, weil ich diese wundervolle Geschichte mit euch teilen möchte. Es geht um „unser Verlagspferd“ Talisman.

Talisman ist ein Islandpony und der Star einer super Kinderbuchreihe von Miriam Rademacher. Die Geschichte spielt im schönen Emsland (wohin ich selber gerne in Urlaub fahre) auf einem fast vor der Pleite stehende Bauernhof. Die Bauersleute haben noch eine Chance, an Geld zu kommen, um den Hof zu retten: Sie müssen das Erbe finden, das die Altbäuerin vor ihrem Tod versteckt hat. Gefunden werden kann es nur von jemandem, der seine Angst überwinden kann. Helfen sollen dabei die Kinder, die ihre Ferien auf dem Mutmachhof verbringen. Allen voran Cordula aus Düsseldorf, Lars-Olaf aus Lübeck und Katla aus Island. Denen wiederum soll Talisman helfen. Ob das alles so funktioniert wie geplant, und ob die Kinder die Rätsel um das Erbe lösen können, erfahrt ihr im Buch.

Konnte ich euch ein wenig neugierig machen? Dann schaut doch in die Leseprobe rein. 

Morgen stellt sich Miriam Rademacher unseren Fragen, ich bin schon gespannt, was sie uns alles erzählen kann.

Habt ihr Anregungen für mich? Möchtet ihr noch was wissen?

Herzliche Grüße

Tanja

Tanjas Blog | Mein Crashkurs vor Ort

Hallöchen, meine lieben Leser und Leserinnen,

Am letzten langen Wochenende  war ich zu einem „Crashkurs Verlag“ bei Monika Fuchs im Verlagshaus. Heute möchte ich endlich mein Fazit und auch mein Erlebnis mit euch teilen.

Ich bin, wenn ich ehrlich sein soll, mit gemischten Gefühlen hingefahren. Zum einen, weil ich so überhaupt keine Vorstellung davon hatte, was mich erwarten würde, zum andern,weil ich nicht wusste, ob ich tatsächlich den Anforderungen gewachsen sein würde..

War sehr unsicher, bestimmt hat es Monika gemerkt. (Anm: Nö, habe ich nicht. Die Füxin) Am Donnerstag, nachdem ich endlich da war, haben wir uns erstmal nur unterhalten. Kennelernen sozusagen. Wir hatten uns war schon mal auf der Leipziger Buchmesse getroffen,  aber normalerweise kommunizieren wir per Telefon, Mail und Internet. Gut, dass das „Warming-up“ am Abend war (lecker gegessen auf dem Marktplatz im Amadeus), so konnten wir am Freitag Morgen gleich loslegen.

Ich habe jetzt drei Tage Zeit gehabt, meine Gedanken über das Wochenende zu sortieren. Es waren lehrreiche Tage und auch verdammt informative. Und sie haben meinem Wunsch, mit Büchern zu arbeiten, keinen Abbruch getan, im Gegenteil. Monika war so lieb und auch sehr fürsorglich. Und auch professionell. Ihr Plan war, mir die wichtigsten Themen, die in ihrem Verlag vorkommen, nahe zu bringen.
Hier mal eine Kurzfassung, was wir gemacht haben und was ich gelernt habe:

  • Wie schon erwähnt, haben wir Donnerstag (Ankunftstag) den Tag genutzt, um uns zu beschnuppern ,-)
  • Freitags ging es dann richtig los. Monika hat mir die grundlegenden Dinge über einen Verlag vermittelt. Also: Wie ist ein Verlag aufgebaut, welche Abteilung gibt, was machen die,  wie arbeiten die zusammen?
  • Samstags hat sie mir einen Schnellkurs in WordPress gegeben. Auch hat sie mir gezeigt, wie ich Ebooks mit dem Programm Jutoh erstellen kann.
  • Sonntag (Abreise) haben wir uns noch dem Datenbanksystem Ninox gewidmet und ich habe  ein wenig Licht ins Dunkle gebracht und habe mich ihrer Ablage gewidmet.

Natürlich haben wir an allen drei Tagen auch mal Pausen gemacht, dadurch habe ich die Chance gehabt, einiges von Hildesheim kennenzulernen. Liebe Monika, vielen Dank hierfür.

Mein Fazit:
Bei einer gemeinsamen Arbeit vor Ort würden wir super harmonieren, die Arbeit im HomeOffice muss sich noch einspielen. Aber auch hier werden wir 100%-ig eine gute Lösung finden. Bin ich sehr von überzeugt. Ich würde immer wieder zu ihr fahren, um ihr vor Ort im Verlag zu helfen. Aber natürlich gebe auch jetzt, im HomeOffice, meine Bestes, um sie zu unterstützen. Ich habe viel gelernt und bin ihr nach den Tagen noch viel dankbarer für diese Chance, in einem Verlag arbeiten zu können.

Herzliche Grüße,
eure Tanja

Tanjas Blog | Buchvorstellung: Klappers Reise

Hallo, ihr Lieben!

Für alle Mamas unter uns erstmal alles Liebe zum Muttertag! Aber habt ihr gewusst, dass heute auch Weltzugvogeltag ist?
Auch dazu habe ich ein passendes Buch in meiner Verlagsbücherkiste gefunden, auch dieses wurde, genauso wie mein Dienstagsbucvorstellung „Mama-Alarm“, von Tina Birgitta Lauffer geschrieben. Das habe ich gleich mal zum Anlass genommen, sie euch in einem Interview vorzustellen.<

Aber erstmal ein Worte zu ihrem Buch „Klappers Reise“. Es ist eigentlich ein buchgewordenens Puppenspiel, das Tina Lauffer in Kindergärten und Schulen aufführt. Deshalb sind die Bilder in diesem Buch, eine süße Geschichte für Kinder ab 4 Jahren, auch nicht gezeichnet, sondern Fotos vom Puppenspiel. Mal was anderes.

Klapper ist ein kleiner Storch, der immer ein bisschen hinterher ist. Es fängt schon damit an, dass er als letzter aus dem Ei schlüpft, seine Geschwister Klipp und Klapp sind schneller. Sie können auch schneller fliegen, Klapper traut sich einfach nicht. Aber eines Tages ist es dann doch so weit und er verpasst über seinen Erfolg den Abflug der Störche ins Winterquartier.

Kleiner Storch, was nun? – Klapper macht sich mutig auf die Reise, um seine Familie wiederzufinden. Der Flug führt ihn in fremde Länder, und er trifft verschiedene Tiere, die ihm weiterhelfen. Schafft er es in Richtung Süden? Findet er seine Familie wieder? Lest selbst! Einen Schnelldurchlauf durch das Buch findet ihr in diesem Video, das Tina Lauffer extra für diese Buchvorstellung zusammengestellt hat. Mit dem Kinderlieblingslied aus diesem Stück.

Tanjas Blog | Interview mit Tina Birgitta Lauffer

Tanja Dietze: Liebe Frau Lauffer, ich freue mich, das Sie dieses Interview mit mir machen. Möchten Sie sich vielleicht kurz vorstellen?

Tina Birgitta Lauffer: Ich arbeite als Autorin, Illustratorin, Songwriterin, Komponistin, Puppenspielerin (somit auch Schauspielerin) und Bauchrednerin. All dies macht mir großen Spaß. Ich kann immer irgendwie kreativ sein, perfekt!

T. D.: Wann habe Sie mit dem Schreiben angefangen? Gab es einen besonderen Anlass?

T.B.L: Ich habe als Kind Gedichte verfasst, Gedanken über die Welt, das Leben und (natürlich) irgendwann die Liebe. Danach musste ich erstmal die wirkliche Welt, mich selbst und das Leben entdecken. Der Wunsch zu schreiben begleitete mich immer wieder. 2008, mit der Entstehung der Webseite Tijo Kinderbuch wurde es immer klarer zu (m)einem Lebenstraum.

T. D.: Wieviele Bücher haben Sie schon veröffentlicht?

T.B.L: Es gibt sechs Veröffentlichungen im Verlag Monika Fuchs. Außerdem bin ich Autorin und Mitautorin einiger Notenschulen, Liederhefte und CD’s für Kinder. Ich schreibe auch für Zeitschriften, bin in verschiedenen Anthologien vertreten, und natürlich schreibe ich alle meine Bühnenprogramme selber.

T. D.: Wir haben am Dienstag ja bereits Ihr Buch „Mama-Alarm“ vorgestellt, inj dem Sie aus den ersten Jahren mit Ihrem Sohn erzählen. Haben Sie eine Lieblingsanekdote?

T.B.L: Ja, ich erinnere mich auch heute sehr gerne noch an meinen (schon damals von Juniorchen) herzhaft belachten Töpfchen-Hurra-Sprung: „Das waaaaaaaaar Spitze!“ – manch eine Mama meiner Generation hat da sicher schnell einen hüpfenden Entertainer im Kopf, und ja, zu recht! PS.: Hat übrigens prima funktioniert!

T. D.: Zum heutigen Zugvogeltag stelle ich Ihr Buch „Klappers Reise“ vor – wie ist es entstanden?

T.B.L: Zugvögel sind ein sehr faszinierendes und spannendes Thema! Sie fliegen jedes Jahr Tausende von Kilometern, getrieben vom Instinkt, ihre Art zu erhalten. Dabei gibt es für sie keine (von Menschen gemachten) Grenzen. Dennoch ist so eine Reise beschwerlich und voller Strapazen. Um zu überleben sind sie abhängig von einem verlässlichen und funktionierenden Ökosystem. Vor allem Störche haben es schwer, bei uns genug Nahrung zu finden. Zum Glück wird bereits reagiert und vielerorts werden trockengelegte Feuchtgebiete renaturiert. Die Natur ist großartig und schützenswert, dies möchte ich Kindern ohne erhobenen Zeigefinger mit auf den Weg geben. In „Klappers Reise“ spielen solche Problematiken nämlich keine Rolle, es ist ein Abenteuer für Kinder, zum Schmunzeln und Mitfiebern. Und zum Neugierigmachen auf Störche, Länder und Tiere allgemein. Ich glaube fest, was man schon als Kind kennen und lieben gelernt hat, möchte man (auch später noch) schützen.

T. D.: Welche Projekte haben Sie noch außer dem Schreiben?

T.B.L: Alles, was ich mache, beginnt meist mit dem (Auf)Schreiben. Beispielsweise neue Puppentheaterprojekte, gerade erst ist ein neues Stück zur Verkehrserziehung entstanden, bei dem meine Bauchrededrache Valentin eine wichtige Rolle spielt. Irgendwie hat also fast alles (erstmal) damit zu tun.

T. D.: An wievielen Projekten können Sie gleichzeitig arbeiten?

T.B.L: Es sind immer (viel) zu viele! (lach)

T. D.: Und kommen Sie nie durcheinander? Oder lassen Geschichten verschmelzen?

Tina Lauffer mit Drachenstar Valentin

T.B.L: Wenn zuviel im Kopf ist, wird es manchmal schwierig, z. B. für ein Puppenspiel einen Text zu behalten, aber sonst komme ich nicht durcheinander, nein.

T. D.: Was bedeutet es für Sie, Autorin zu sein? Was möchten Sie erreichen?

T.B.L: Die Welt retten natürlich, Wörter eignen sich nämlich viel besser, als Waffen! Haha, nein, obwohl das natürlich auch! Im Ernst: erstens liebe ich es zu schreiben, vor allem für Kinder! Zweitens macht es riesigen Spaß für sie Theater zu spielen und drittens sind Kinder unsere Zukunft. Wenn Kinder Liebe, Vertrauen, Aufmerksamkeit, gemeinsame Freude und Achtsamkeit (untereinander aber auch für die Natur) lernen und (er)leben, dann wird unsere Welt lebenswert sein und bleiben.

T. D.: Was machen sie neben dem Schreiben noch gern?

T.B.L: Ich bin gerne in der Natur. Viel Zeit verbringe ich mit meinen Tieren, meiner Familie und natürlich Freunden. Ach, und reisen ist auch schön!

T. D.: Gibt es schon Ideen für ein neues Buch oder für andere Projekte?

T.B.L: Im Moment befindet sich der Auftakt einer Buchserie für Kinder ab 10 Jahren in der Endphase des Lektorats. „Applejucy – Abenteuer in Amerika“ erscheint demnächst im Verlag Monika Fuchs. Für Band 2, der im alten Ägypten spielt, recherchiere ich gerade. Natürlich (wie schon oben erwähnt) schreibe ich auch an einigen anderen Projekten. Man darf also gespannt sein!

T. D.: Liebe Frau Lauffer, herzlichen Dank für dieses Gespräch.

Tanjas Blog | Buchvorstellung: Mama-Alarm

Hallöchen,

im Moment lese ich mich ja durch die bereits erschienenen Titel beim Verlag. Dabei fiel mir ein Buch in die Hände, das ich euch heute anlässlich des bevorstehenden Muttertages präsentieren möchte und in dem ich mich als Mutter durchaus wiederfinde:

Es heißt „Mama-Alarm Von Wutzwergen, Schnappschildkröten und Unschuldsengeln“ und ist von Tina Birgitta Lauffer. Sie beschreibt darin vor allem Szenen, die sie in den ersten sechs Jahren mit ihrem Sohn erlebt hat, und denkt über das Muttersein nach. Für sie das Schönste, was es überhaupt gibt! Bei vielen Anekdoten habe ich gelacht: Kenne ich!

Tina Lauffer schreibt mit einer gehörigen Portion Humor (sehr unterhaltsam!), manches ist aber auch recht nachdenklich. Themen sind zum Beispiel „Das verflixte erste Jahr“ (wie sich das eigene Leben durch das Baby verändert), „Sand und dicke Bohnen“ (über das beste Spielzeug überhaupt), oder auch „Sternenkind“ (diese Trauer kennen wohl viele Frauen).

Ihr bekommt das Buch im Buchhandel und natürlich direkt bei uns im Verlagsladen. Hier könnt ihr auch in das Buch hineinlesen.

PS: Erzählt doch mal in den Kommentaren – was sind eure lustigsten Erlebnisse mit euren Zwergen?

Eure Tanja

 

Tanjas Blog | Wie ich die Verlagsbücher superschnell kennenlernen will

Tanja Dietze

Hallo meine Lieben,

wie ihr wisst, arbeite ich ja erst sehr kurz für unsere liebe Monika Füxin Fuchs, somit ist es sehr schwer, alle Bücher schon zu kennen.

Ich werde euch nicht nur unsere Neuvorstellungen zeigen, sondern auch die Backlist-Titel, ehrlich, dass man Bücher, die vor mehr als einem Jahr erschienen sind und die deshalb oft im Hintergrund leben, so nennt, wusste ich bislang auch nicht.

So lerne ich den Verlag superschnell besser kennen und Ihr habt auch noch etwas davon. Klasse, oder ?
Und da ich natürlich auch unsere Autoren kennenlernen muss, habe ich mir überlegt, diese ins Rampenlicht zu rücken und werde sie für euch hin und wieder interviewen.
Was haltet ihr von meiner Idee?

Tanja 

Tanjas Blog | Tag des herzkranken Kindes – Interview mit Regina Nagel

Am 5. Mai ist der „Welttag des herzkranken Kindes“.
Aus diesem Anlass habe ich mich mit unserer neuen Autorin Regina Nagel unterhalten.
Und stelle sie euch bei dieser Gelegenheit auch gleich mal vor. 

 

Tanja Dietze: Liebe Frau Nagel, danke, dass Sie dieses Interview mit mir machen. Möchten Sie sich zunächst kurz vorstellen?

Regina Nagel: Gerne – ich heiße Regina Nagel, wohne im Norden von Baden-Württemberg, bin von Beruf Gemeindereferentin und habe darüber hinaus vor ein paar Jahren noch ein Fernstudium in Wirtschaftspsychologie absolviert. Selbst habe ich keine Kinder, aber zwei Nichten, die ich sehr gern habe und natürlich habe ich beruflich in Schule und Jugendarbeit viel mit Kindern erlebt.

T.D.: Wann haben Sie mit dem Schreiben angefangen? Gab es einen besonderen Anlass?

R.N.: Artikel für Zeitschriften habe ich seit Jahren schon viele geschrieben und ich dachte auch immer wieder einmal, dass ich gern ein Kinderbuch schreiben möchte. Die konkrete Idee ist mir dann bei einem Schreibseminar mit der Autorin Liane Dirks zugeflogen. Als ich eines Tages den Anfang einer Geschichte über ein herzkrankes Mädchen vorgelesen habe, sagten alle, einschließlich der Leiterin: „Daraus musst du ein Buch machen!“. Das erste Kapitel von „Lea Löwenherz“ war entstanden.

T.D.: Was bedeutet es für Sie, Autorin zu sein? Was möchten Sie erreichen?

R.N.: Ich möchte Geschichten vom Leben erzählen, die spannend sind, die Einblicke geben in das, was auch in schwierigen Zeiten Hoffnung geben kann und die die Leserinnen und Leser berühren. Besonders im Blick habe ich dabei Hauptpersonen, die in irgendeiner Weise mit Krankheit konfrontiert sind und die gerade in einer solchen Lebenssituation entdecken, worauf es im Leben ankommt.

T.D.: Es ist kein ja Zufall, dass wir Sie gerade am „Tag des herzkranken Kindes“ um ein Interview gebeten haben. Was verbindet Sie persönlich mit diesem Tag?

R.N.: Zuallererst denke ich an diesem Tag an die herzkranken Kinder und ihre Familien, die ich durch mein Buch kennengelernt habe. Zum Beispiel an den jetzt 10-jährigen Joey, der von Geburt an schwer herzkrank war und der mehr als zwei Jahre stationär auf ein neues Herz warten musste. An Weihnachten 2015 stundenlang mitzufiebern, ob die OP erfolgreich enden wird, das war sehr beeindruckend.
Ich selbst habe von Geburt an einen eher harmlosen Herzfehler. Die ersten ernsthaften Herzprobleme bekam ich im Dezember 2008 und im Januar 2012 wurde die Herzschwäche so bedrohlich, dass mir ein Defibrillator implantiert werden musste. Seit Sommer 2012 bin ich gelistet für eine Herztransplantation.

T.D.: Worum geht es in ihrem Kinderbuch „Lea Löwenherz“?

R.N.: Zu Beginn des Buchs ist Lea acht Jahre alt. Sie ist von Geburt an herzkrank und ihr Zustand verschlechtert sich immer mehr, so dass ihr zuletzt nur noch durch eine Herztransplantation geholfen werden kann. Das Buch erzählt davon, wie sie und ihre Familie die Krankheit, Wartezeit und das Geschenk eines neuen Herzens erleben. Themen wie Krankheit und Tod spielen ebenso sehr eine Rolle, wie Freundschaft und Lebensfreude.

T.D.: Was macht das Buch Lea Löwenherz* so besonders?

R.N.: Besonders ist wohl, dass ich vieles, was Lea mit ihrem Herzen erlebt, selbst so erlebt habe – z.B. das Auslösen des Defibrillators, wodurch im Sommer 2013 mein Leben gerettet wurde. Alles seither ist für mich irgendwie „Zugabe“. Sehr gefreut habe ich mich, dass die Leiterin der Freiburger Kinderkardiologie, Professorin Dr. Brigitte Stiller, mein Buch testgelesen und für gut befunden hat. Sie hat mir einige hilfreiche Tipps aus medizinischer Sicht gegeben.

T.D.: Und nun stellen wir euch noch das neue Buch von Regina Nagel vor, das im Sommer im Verlag Monika Fuchs erscheinen wird. Der Arbeitstitel ist Jonas, Rebekka und die Flaschenpost. Und es handelt von zwei Kindern, deren Geschwister chronisch krank sind. Wie sind Sie auf die Idee gekommen aus der Sicht der Geschwister der Betroffenen zu schreiben?

R.N.: Auf die Idee gebracht hat mich Jörg Hülsmann. Seine Frau ist lebertransplantiert und er engagiert sich u.a. für Angehörige von Wartepatienten. Er bat mich, ein Buch zu schreiben, in dem Geschwister chronisch schwerkranker Kinder die Hauptrolle spielen.

T.D.: Erzählen Sie uns bisschen über die Geschichte? Wo spielt sie und was passiert?

R.N.: Im ersten Teil geht es um Jonas, den Jungen, von dem die Flaschenpost stammt und um den Beginn seiner Freundschaft mit dem Angler Jörg. Jonas ist viel allein und hat sich ein wenig in sich selbst zurückgezogen. Die Aufmerksamkeit seiner Eltern gehört vor allem seinem chronisch kranken und leicht geistig behinderten kleinen Bruder, sowie der Jüngsten in der Familie, der selbstbewussten Judith. Da Jörgs Frau mit Freundinnen etwas unternehmen will, kommt Jörg auf die Idee, Jonas einzuladen, ihn zum Fischen an den Bodensee zu begleiten.
Im zweiten Teil dann steht Rebekka im Mittelpunkt. Ihre alleinerziehende Mutter muss sich, wie so oft, in den Ferien um den an Erbkrankheit Marfan** erkrankten kleinen Bruder und seine ebenfalls betroffene Zwillingsschwester kümmern. Da Rebekka keine Lust hat, sich von einer anstrengenden älteren Dame in der Nachbarschaft betreuen zu lassen, haut sie ab – Richtung Bodensee.
Im dritten Teil begegnen sich die beiden. Und was dann passiert, das verrate ich jetzt noch nicht….

T.D.: Gibt es schon neue Ideen für ein neues Buch?

R.N.: Ein erstes Kapitel einer Fortsetzung von Lea Löwenherz gibt es und auch Ideen, was Jonas und Rebekka nach ihrem Sommer am Bodensee so alles erleben könnten. Außerdem kam eine Anfrage von zwei Frauen, die sich in der Marfan-Selbsthilfe engagieren. Ob ich Lust hätte, ein Kinderbuch für und über Marfan-Kinder zu schreiben? Sie haben gesagt, sie wollten mich im Lauf des Jahres mal besuchen und mit mir zusammen überlegen, wie wir das Projekt angehen könnten. Mal sehen, was daraus wird.

T.D.: Herzlichen Dank, Frau Nagel, für dieses Interview. – Und falls Sie, liebe Leserinnen und Leser, Fragen oder Anmerkungen dazu haben, freuen wir uns über Ihre Kommentare.


*Regina Nagel | Lea Löwenherz
mit Illustrationen von Dorothee Böhlke
152 Seiten, Hardcover | Doris-Verlag, Ruppichteroth 2015
ISBN 978-3-9810623-6-6 | Preis 12,90 Euro

Sie können das Buch mit Widmung direkt von der Autorin beziehen. Mailen Sie uns (mail@verlag-monikafuchs.de) , wir leiten Ihre Bestellung an Regina

Nagel weiter.

** Informationen zum seltenen und wenig bekannten Marfan-Syndrom gibt es hier.