Manche Bücher entstehen eher zufällig – und entwickeln dann ein erstaunliches Eigenleben …
So wie unser Zweitling “Hurra! Ich werd’ ein Schulkind!” … Als Mutter dreier Kinder bin ich in den umliegenden Kindergärten und Grundschulen nicht ganz unbekannt. Und so kamen vor einigen Jahren drei Erzieherinnen und zwei Lehrerinnen auf mich zu und baten um Hilfestellung bei einer Aufgabe, die Ihnen (und allen anderen niedersächsischen Kindergärten und Schulen …) vom Kultusministerium gestellt worden war: Im Bemühen um immer stärkere Verrnetzung zwischen Kindergärten und Grundschulen sollten die Einrichtungen gemeinsam Elterninformationen erstellen zum Thema “Schulfähigkeit”.
(Zu meiner Zeit nannte man das noch Schulreife, und ein wichtiges Erkennungsmerkmal war es, wenn das Kind mit dem rechten Arm über den Kopf langen und mit der Hand das linke Ohr festhalten konnte.)
Aber Schulfähigkeit – so lernte ich in der folgenden Zeit – beinhaltet noch viel mehr. Auch wenn viele Eltern meinen, es sei wichtig, dass ihr Kind am 1. Schultag schon Quadratwurzeln ziehen, Thomas Mann im Original lesen und sich mit Ai Weiwei in dessen Heimatsprache gepflegt über zeitgenössische Kunst austauschen könne – wenn es seine Schuhe nicht alleine zubinden und ein Puzzle zuende bringen kann, nütze ihm das wenig … Also, überspitzt gesagt, natürlich.

Beim Lesen des Entwurfs, den mir die Autorinnen anvertrauten und von dem sie hofften, ich könnte ihn graphisch etwas aufpeppen, habe ich mich gefragt, warum wir so etwas nicht bekamen, als unsere Kinder zur Einschulung anstanden. Ich las dort von sozialer und emotionaler Entwicklung, vom Umgang mit Aufgaben, von den Bereichen Wahrnehmung, Bewegung und Sprache. Mir hätten dieses Wissen und die Hinweise dazu, wie ich meine Kinder fördern kann, damit der Schulstart fluppte und nicht floppte, sehr geholfen.

Und deshalb entschloss ich mich, den Autorinnen eine Verlagspublikation dieses Heftchens anzubieten. So hatten sie die Elterninfo, die das KuMi von Ihnen wollte, in ansprechender Form parat und darüberhinaus konnten noch andere Eltern außerhalb der eigenen Einrichtungen davon profitieren.

Gesagt, getan: Was nun folgte, waren etliche Redaktionssitzungen, bei denen wir um jedes Wort des Textes rangen – Ziel war es, die Information so kompakt wie möglich, aber so ausführlich wie nötig zu präsentieren. Fotos wurden gemacht, und gemeinsam überlegten wir, welche Tipps wir Eltern auf den Weg geben konnten, um die verschiedenen schulisch wichtigen Kompetenzen zu fördern. Außerdem wollten wir noch das Gespräch zwischen Eltern und Kinder auf diesem Gebiet anregen. Und entwickelten einen “Fragebogen”, den die Eltern vorlesen und die Kinder beantworten sollten. Und damit es auch etwas zu tun gibt, darf das Kind seine Antwort dann im Heft ankreuzen.

Offensichtlich gefiel das Konzept nicht nur den beteilgten Schulen und Kindergärten – es gab da wohl eine Art Mundpropaganda, denn schon bald erreichten uns aus ganz Deutschland Bestellungen für dieses Heftchen. Oft in größerer Stückzahl, weil z. B. Familienbildungsstätten ihre Eltern-Kind-Gruppen damit beschenkten. Oder Kindergärten es an den Schulinformationsabenden verteilten.

Jedenfalls: Anfang des Jahres waren alle Kartons leer. Und da es immer noch Anfragen gibt, entschlossen wir uns zur 2. Auflage. Die ist jetzt im Druck. Und wir erwarten die Lieferung Ende nächster Woche. Ich sach dann Bescheid, wenn sie da ist! :-)

Dies schrieb die Füxin am 20. April 2012

PS: Und wer hier schon mal schnuppern will: Hier ist eine Leseprobe.

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