Onofrius Meyenrose, der 1545 das Bürgerrecht der Stadt Hildesheim erwarb, war seit 1561 „Custos Brulonis“, Küster der Kirche St. Paul im Brühl. Bis 1582 ist er in der Stadt nachweisbar. Er mag um die 60 Jahre alt gewesen sein („der alte Greis“, wie er sich am Schluss selbst bezeichnet), als er seinen „schönen Spruch“ verfasste. Sein eigentümlicher Vorname ­bezieht sich auf den heiligen Onuphrios (Onoforius), einen ägyptischen Einsiedler, der um das Jahr 400 starb und sehr bald verehrt wurde. Sein Kult kam zur Zeit der Kreuzzüge nach Europa, auch nach Deutschland.

Als Küster an St. Paul, einer Kirche, in der die Gottesdienste nach der erst 1541 in Hildesheim eingeführten lutherischen Lehre gehalten wurden, war wohl auch Meyenrose ein Anhänger Luthers.

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