Vor 400 Jahren begann in Amerika die Sklaverei, abgeschafft wurde sie aber erst vor knapp 150. Dass das Thema Ungerechtigkeit und die damit verbundene Diskriminierung noch nicht ganz aufgearbeitet werden konnte, ist da beinah offensichtlich. In der Hildesheimer Allgemeinen Zeitung gibt es zu diesem Anlass heute einen Artikel, der die Frage aufwirft, ob und wie man heute nach so langer Zeit Entschädigung leisten kann und wie Amerika durch den Sklavenhandel erst zu dem Land werden konnte, das es heute ist.

Etwas weniger düster behandelt auch Tina Birgitta Lauffers Buch »Applejucy – Abenteuer in Amerika« das Thema Sklaverei, ohne aber die Schrecken dieser Zeit aus den Augen zu verlieren. Darum geht’s:

Menschen gibt es nicht! Das gehört zu den ersten Dingen, die ein Hexen­kind auf Green Witch Island lernt. Auch die 12-jährige Applejucy weiß das schon längst. Trotzdem hat sie Angst vor ihnen. Und erschrickt ganz fürchterlich, als sie eines Tages im Wald auf zwei Menschenkinder trifft. Aber Jucy ist neugierig und fragt Jomo und seine Schwester Nana aus. Die beiden kommen aus Afrika und sind unterwegs nach Amerika: Ihre Mutter wurde von Sklavenhändlern verschleppt und die Kinder suchen sie. Jucy hat ein großes Herz – Ehrensache, dass sie und ihr Papagei Luis den Menschenkindern helfen. Für Applejucy und ihre neuen Freunde beginnt ein großes Abenteuer in der Menschenwelt von 1833. Jucy lernt, dass Menschen grausam, aber auch gütig sein können. Ob es den drei Kindern gelingt, im großen Amerika die Mutter von Jomo und Nana zu finden? Werden sie sie befreien können?