Heute, am Tag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz im Jahr 1945, gedenken wir der Opfer des Nationalsozialismus. Erstmalig stehen in diesem Jahr queere Menschen, die wegen ihrer sexuellen Orientierung Gefangenschaft und Tod erleiden mussten, im Blickpunkt.

In unserem Buch „Lautlose Stufen“ (ab 12 Jahren) von Inge Becher, kommen diese Opfer nicht vor. Dafür wird die Zeit des Nationalsozialismus aus der Sicht einer Jugendlichen erzählt, die mit 14 selbst in Lebensgefahr gerät, weil sie chronisch krank ist und als „lebensunwert“ eingestuft wird. Hella gelingt die Flucht, sie wird für den Rest des Krieges auf einem Bauernhof versteckt. Andere Kinder, die unheilbar krank waren oder Behinderungen hatten, wurden in sog. Kinderfachkliniken als „lebensunwert“ getötet, sie starben u. a. durch Unterernährung oder künstlich herbeigeführte Lungenentzündungen.

Zu Beginn eines jeden Kapitels gibt es eine kurze Einführung, was zum jeweiligen Zeitpunkt damals in Deutschland geschah, sodass Hellas Erlebnisse in den Zeitkontext eingeordnet werden können.

In der Rezension des Arbeitskreises für Jugend und Medien (AJUM) wird die Höchstzahl von 3 Sterne vergeben, das Buch wird als Klassenlektüre empfohlen. Resumée des/der Rezensent:in: „Eine Leseempfehlung, gerade auch für Leseungeübtere.“
Die ganze Rezi gibt es hier: https://www.ajum.de/rezension/lautlose-stufen