Wie sieht Ihr Schreibtisch aus?

Sehr voll! Ich bin ein Chaot. Künstler eben …

Ihr Lebensmotto?

Niemals aufgeben!

Wen würden Sie gern einmal treffen, egal ob lebendig oder tot?

Hm … Vielleicht ist es vermessen von Jesus Christus zu sprechen… Aber ich würde ihm wirklich gern persönlich begegnen, von Gesicht zu Gesicht sozusagen, um zu sehen, wie er wirklich war. Ich glaube, es gibt niemanden sonst auf der Welt, über den bisher so viel geschrieben und spekuliert wurde bzw. wird.

Ihr schönstes Kompliment?

Von meiner Tochter (die damals sechs war…): „Papi, du wirst bald bestimmt so berühmt wie Michael Jackson!“
„Wieso?“
„Aber du bist doch auch Musiker!“

(Ich hatte vor vielen Jahren Trompete gespielt und spiele etwas Klavier …)

Würde Ihr Leben verfilmt werden, wer würde Sie spielen?

Hugh Grant! Ich soll viel von ihm haben… (sagen meine Frau und Tochter! Da wird schon was dran sein)

Ihre Lieblingsbuchhandlung?

Die gibt es leider nicht. Zumindest nicht bei uns in der Stadt. Ich wohne am Stadtrand, und da greift man eher auf diverse Online-Buchhandlungen zu. Schlichtweg aus Zeitgründen. Um ein Buch in einer Buchhandlung zu bestellen, müsste ich außerdem zweimal in die Stadt fahren. Ich finde, es wäre nicht besonders umweltfreundlich.

Wenn Sie drei Wünsche frei hätten …

Vielleicht etwas mehr Gelassenheit und Gesundheit, einen Verlagspartner mit großem Werbebudget und eine ruhige Insel zum Schreiben… Ich weiß, es klingt alles ein bisschen klischeehaft und Unrealistisch, aber wann hat man schon im Leben drei Wünsche wirklich frei?

Ihr Traumberuf?

Musiker, was ich mal war …

Mit wem würden Sie gern für einen Tag tauschen?

Mit mir selbst … D.h. ich hätte gern gewusst, was aus mir geworden wäre, wenn ich nicht nach Deutschland ausgewandert wäre.

Autor*in sein heißt für mich …

Leidenschaft und zugleich Berufung. Ständige Jagd nach richtigen Worten, die das Leben zwischen den Zeilen einfangen. Ich möchte mit Worten etwas ausdrücken, was eigentlich mit Worten nicht zu sagen ist. Etwas, was es bisher niemandem gelungen ist.

Ihr nächstes Projekt?

Ein Roman über eine scheinbar rückständige russisch-deutsche Oma, in die sich ein deutscher Millionär über beide Ohren verliebt. Es geht wieder um Aufeinanderprallen von sehr unterschiedlichen Mentalitäten und um die große Liebe, die jede Grenze zwischen Menschen überwindet. Es ist eine Liebeskomödie.


Artur Rosenstern, 1968 als Sohn schwäbisch-russischer El­tern in Kasachstan geboren, kam am 3. Oktober 1990 aus Kasachstan nach Westdeutschland, um hier ein waschechter Wessi zu werden. Weil ihm das nicht sofort gelang, studierte er Musik‑, Medienwissenschaft, Geschichte und das Leben. Das brachte ihn nicht wirklich näher an sein Ziel. Deshalb suchte er sich ein hübsches deutsches Mädchen, heiratete es und zeugte eine Tochter mit ihr. Ein waschechter Wessi ist aus ihm selbst nach einem Vierteljahrhundert nicht geworden. Um den Prozess zu beschleunigen, denkt, träumt, und schreibt er deutsch …

Publikationen bei uns

Mein Agent, in: